Bürgerinitiativen und Vereine begrüßen das Votum der Bürgergutachtler für den Erhalt der dezentralen Stadtteilbäder

Bürgerinitiative Beueler Bütt
Bürgerinitiative “Frankenbad bleibt Schwimmbad”
Bürgerinitiative “Kurfürstenbad bleibt”
Bürger.Bad.Godesberg e.V.
Behindertengemeinschaft Bonn e.V.

Gemeinsame Pressemitteilung

22.11.2019

Bürgerinitiativen und Vereine begrüßen das Votum der Bürgergutachtler für den
Erhalt der dezentralen Stadtteilbäder

Die Bürgerinitiativen Beueler Bütt, „Frankenbad bleibt Schwimmbad”, „Kurfürstenbad bleibt”,
der Verein Bürger.Bad.Godesberg e.V. und die Behindertengemeinschaft Bonn e.V. freuen
sich über die Empfehlungen des Bürgergutachtens, das am 21.11. im Brückenforum dem
Oberbürgermeister übergeben wurde.

Für die zukünftige Gestaltung der Bonner Bäderlandschaft wurden Grundsätze und Leitziele
formuliert: ein Hallenbad pro Stadtbezirk, vorrangig an den bestehenden Standorten und
spezialisiert auf unterschiedliche Nutzergruppen, der Erhalt aller Freibäder und Priorität für
die Grundversorgung, d.h. ausreichend Wasserfläche und Vorrang für das
Schulschwimmen, Gesundheit, Öffentlichkeit und Vereine.

“Das Bürgergutachten bestätigt uns voll in unserem Einsatz für den Erhalt der vier
Stadtteilbäder” meint Britta von der Lippe von der Bürgerinitiative Beueler Bütt, die sich zu
einem Bad mit Schwerpunkt für das Schul- und Vereinsschwimmen entwickeln soll.
Der Behindertenbeauftragte der Stadt Bonn begrüßt das dezentrale Konzept. Wichtig ist vor
allem die Forderung nach sanierten, barrierefreien Bädern. Die Behindertengemeinschaft
Bonn e.V. setzt sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Und dazu gehört
selbstverständlich auch die Nutzung der Schwimmbäder, die für Menschen jeden Alters
barrierefrei zugänglich gemacht werden müssen.

Für das Kurfürstenbad empfehlen die Bürgergutachter*innen zu prüfen, ob die Sanierung
und Weiterentwicklung zu einem Gesundheits-/Wellnessbad am bewährten Standort oder
ein Neubau an der Rigal’schen Wiese unter Nutzung der Heilquelle sinnvoller ist. Joachim
Schäfer vom Verein BürgerBadGodesberg fordert den Rat auf, seinen Beschluss zum
Kurfürstenbad aufzuheben und schnellstmöglich für ein funktionstüchtiges Hallenbad in Bad
Godesberg zu sorgen.Auch das innenstadtnahe Frankenbad kann nun saniert werden. Der Standort ist vor allem
für ein zukunftsorientiertes Klimakonzept interessant – das Bad ist mit vielen öffentlichen
Verkehrsmitteln und aus der Innenstadt sehr gut erreichbar. “Wir hoffen, dass nun auch die
Politik erkennt, dass die Initiativen mit ihrem Einsatz für die Bäder richtig lagen” sagt Martin
Seiler von der Bürgerinitiative „Frankenbad bleibt Schwimmbad“.
Für das Frankenbad entwickelt die Initiative derzeit Konzepte nicht nur zum barrierefreien
Umbau – auch die Wettkampfoptionen und Bilanz sollen verbessert werden.
Gisela von Mutius von der Bürgerinitiative „Kurfürstenbad bleibt“ sieht in den Ergebnissen
des Bürgergutachtens auch den Beweis dafür, dass Bürgerbeteiligungsprozesse und
Bürgerentscheide sich ergänzen können und nicht gegeneinander ausgespielt werden
dürfen.

Die Initiativen und Vereine bedanken sich bei den Gutachter*innen und den Organisatoren
und Moderatoren des Beteiligungsprozesses für ihre Arbeit.

Britta von der Lippe, Bürgerinitiative Beueler Bütt
Johannes Wiedemann, Behindertengemeinschaft Bonn e.V.
Gisela von Mutius, Bürgerinitiative “Kurfürstenbad bleibt”
Joachim Schäfer, Bürger.Bad.Godesberg e.V.
Martin Seiler, Bürgerinitiative “Frankenbad bleibt Schwimmbad”