Appell an alle Bonner Stadtverodneten

Sehr geehrte Stadtverordnete,

Sie sollen am kommenden Donnerstag, 14.12.2017,  über Finanzierung, Bau und Betrieb eines Bonner Zentralbades entscheiden – und damit gleichzeitig über eine Neuverschuldung der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Angesichts der in der Bonner Bäderfrage gespaltenen Stadtbevölkerung und der grundsätzlichen Bedeutung der zukünftigen Bäderlandschaft für die Bonner Stadtentwicklung appellieren wir als Bonner Bürgerinitiativen heute an Sie, die Entscheidung für oder gegen ein Bonner Zentralbad nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg zu treffen. Bringen Sie stattdessen  mit einem einvernehmlichen Ratsbeschluss einen Ratsbürgerentscheid auf den Weg, in dem die Bürgerinnen und Bürger selbst die Entscheidung für eine zentrale oder dezentrale Weiterentwicklung der Bonner Bäderlandschaft treffen.

Wir sind sicher: Nur eine direkte Abstimmung der Bürgerinnen und Bürger kann einer Entscheidung die notwendige Legitimation für den einen oder anderen Entwicklungsweg verschaffen, die Voraussetzung einer zukünftigen, weitgehend konfliktfreien Umsetzung ist.

Als Stadtverordnete tragen Sie die Verantwortung für eine Versachlichung und Befriedung des aktuellen stadtpolitischen Konflikts um die Bonner Bäder. Und Sie haben es gleichzeitig am Donnerstag in der Hand, die Voraussetzungen für eben diese Versachlichung und Befriedung zu schaffen – oder den Bäderkonflikt weiter anzuheizen.

Leiten Sie deshalb in der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag gemeinsam und einvernehmlich den ersten Bonner Ratsbürgerentscheid ein – und zeigen so, dass Sie die Meinungen, Bedenken und Sorgen der Bonner Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen.

 

Freundliche Grüße

 

Ihre

Bürgerinitiative „Kurfürstenbad bleibt!

Bürgerinitiative „Frankenbad bleibt Schwimmbad